Die Dream-Multimedia-TV GmbH gibt es nicht mehr

Die Dream-Multimedia-TV GmbH gibt es nicht mehr. Dennoch werden der
Vertrieb, Ein- und Verkauf sowie der Service für die Dream-Boxen ungemindert weiterlaufen. Die Marke Dream wird es auch weiterhin geben, demnächst integriert in eine Aktiengesellschaft.

Dass die Marke Dream immer noch existiert, liegt darin begründet, dass
Namensrechte und Patente für die Dream-Boxen einzig und allein bei
Tim Ziemann, Jürgen Leuering und Dirk Glunz liegen. Die Firma sah sich
der Tatsache gegenüber, Lieferprobleme nicht beseitigen zu können.
Die Marke Dream wurde mitsamt den auf Linux basierenden Set-Top-Boxen
von der GmbH abgekoppelt. Zunächst wurde der Visoduck GmbH,
Lünen, die von Willi Glunz geführt wird und bei der Tim Ziemann als
Prokurist tätig ist, bis auf weiteres erlaubt, die Dream-Rechte zu nutzen,
damit der Vertrieb der Boxen und Service-Leistungen aufrecht erhalten
werden konnten. Dream Multimedia hingegen musste sich wegen
des Entzugs der Marke umbenennen und hatte fortan nichts mehr
mit den Dream-Boxen zu tun. Die Dream-Multimedia-TV musste Ende
April als produktloses Unternehmen Insolvenz anmelden. „Durch den
Wechsel zu Visoduck ändert sich nichts an der Marke Dream“, erklärt
Ziemann, der die Eigentümer der Dream-Rechte vertritt.
Auch die weitere Entwicklung neuer Linuxbasierter Set-Top-Boxen ist gesichert, denn die Entwicklungsabteilung ist bereits seit längerem als Multimedia Labs GmbH selbstständig. Nun soll eine Aktiengesellschaft gegründet werden. „Diese Rechtsform kommt dem Grundgedanken von Dream und Linux am nächsten“, erklärt Ziemann. Die offene Linux-Software erlaubt es jedem, an der Entwicklung der Dream-Boxen teilzuhaben. Die AG soll darüber hinaus dem Erhalt der Marke dienen.
Weil die Rechte an Dream nicht bei der Dream-Multimedia-TV GmbH lagen, wird sich im Regal des Fachhändlers auch nichts ändern. Allerdings will Dream
auch hier aufräumen. „Wir wollen nur mit Händlern zusammenarbeiten, die
unsere Qualitätsstandards erfüllen können“, so Ziemann.
Das aktuelle Programm Die Dreambox 7020, Nachfolgerin der
legendären DB 7000, ist seit Mitte März auf dem Markt. Das Gerät weist einige nachhaltige Verbesserungen auf. „Es sind nicht nur Facelifting-Maßnahmen“, betont Ziemann, „sondern es handelt
sich schon um strukturelle Änderungen.“ Die meisten davon beruhen auf Kundenwünschen, wie etwa der separate Ein-/Ausschalter, Video-Cinch-Ausgang, HF-Modulator, verbesserte Ethernet-
Schnittstelle mit vollen 100 Mbit/s und analogem Modem für E-Mail-Abruf. Integriert ist jetzt ein Web-Browser, der sofort über die Tastatur oder über die Fernbedienung genutzt werden kann. Darüber hinaus unterstützt das Gerät jetzt alle Festplattentypen. Als Speichermedien lassen sich Festplatte und Flash-Card gleichzeitig nutzen. Technisch aufgewertet wird der DB 7020 durch den neuen Philips-HF-Tuner sowie die Verdoppelung von Arbeits- und Flash-Speicher. Integriert ist das Dreamcrypt-Verschlüsselungssystem,
mit dem ein Erotiksender empfangen werden kann. Als Promotion
für neun Monate liegt jedem Gerät eine Karte bei, die der Handel
dem Kunden weiter reichen kann oder nicht. Nach wie vor werden Dream-Geräte ohne Festplatte ausgeliefert. Es bleibt dem Kunden überlassen, Typ und Größe bei seinem Fachhändler selbst festzulegen
und dort einbauen zu lassen. Empfohlen werden spezielle für Set-Top-Boxen
entwickelte, leise Seagate-Platten. „Im Moment gibt es das Gerät nur in
der Sat-Version“, so Ziemann, „eine terrestrische Version ist derzeit nicht geplant, weil wir meinen, dass das Gerät dafür zu hoch gezüchtet ist; aus dem gleichen Grund ist auch eine Kabelversion nicht in Planung.“
Über einen Twin-Tuner verfügt die Dreambox 7020 noch nicht. Das ist der in
Planung befindlichen 7025 vorbehalten, die letztendlich auf der 7020 beruht.
Für dieses Gerät wird es zu einem späteren Zeitpunkt auch die Kabel- und
DVB-Varianten geben. Ebenfalls in Entwicklung ist die HDTVDreambox
8000. „Wir versuchen, das Gerät rechtzeitig zum HDTV-Premiere-
Start auf den Markt zu bringen“, so Ziemann, „an eine Zertifizierung denken
wir zwar nicht, aber das Gerät wird Alphacrypt-fähig sein.“ Die DM 8000
basiert weiterhin auf Linux, wird über einen Twin-Tuner verfügen und auch
wieder die Festplatten-Option besitzen. „Mit der DM 8000 schaffen wir uns
zugleich eine Highend-Schiene mit Geräten, die über allen denkbaren Komfort und entsprechende Features verfügen“ ergänzt Ziemann.
Bei den bewährten Modellen vermelden die Lünener eine Ausweitung der
500-Serie, die neben Sat jetzt auch für Kabel und DVB-T zur Verfügung steht. Ziemann gibt sich weiterhin fachhandelstreu. Auch künftig soll mit Distributoren, Großhändlern und Fachhändlern zusammengearbeitet werden. „Europaweit soll die Anzahl der Distributoren allerdings etwas beschränkt werden“, kündigt Ziemann an.
Was die Zukunft anbelangt, sind Glunz und Ziemann durchaus optimistisch. Mit 30 Mitarbeitern wird das neue Unternehmen im Juli starten. Bei einem monatlichen Umsatz von rd. zwei Mio. € könnte der Neustart durchaus gelingen. Das davon rd. 50 % in den Export gehen, machen die Aussichten durchaus noch positiver.
Henning Kriebel

XXX-Sender

Hallo,
habe auf meiner Box Gemini 1.0.1 + neusten K**s + Scam und Newcamd / Betad.
Damit bekomme ich gerade mal einen xSender (xDream).
Wie bekomme ich mehr und welche sind momentan mit welchem Emu offen (auf 19,2E und 13.0E)?
Ist auch sehr interessant welche normalen Sender ich damit bzw. anderen Emus bekommen.

Danke