Dr. House (House, M.D.)

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Am 16. November 2004 startete auf Fox in Amerika der Siegeszug einer der ungewöhnlichsten Krankenhauserien der Fernsehgeschichte. Die erste Ausstrahlung in Deutschland erfolgte am 9. Mai 2006 auf RTL um 22.15 Uhr, wo sie bis heute ihren angestammten Platz hält. Neben dem Emmy und dem Satellite Adward für Hugh Laurie im Jahre 2005, folgte der Golden Globe 2006 sowie weitere bedeutende Preise.

Dr. Gregory House, gespielt von Hugh Laurie, sowie sein Team, bestehend aus Dr. Eric Foreman (Omar Epps), Dr. Robert Chase (Jesse Spencer) und Dr. Allison Cameron (Jennifer Morrison) lösen die „unlösbaren“ Fälle im Princeton-Plainsboro Teaching Hospital. Hier spiegelt sich die ursprüngliche Idee wieder, eine Kirimiserie zu schreiben. So folgt auch das Schema einer Folge dem typischen Krimistil. Zunächst wird der Patient mit den ersten Symptomen vorgestellt und in das Krankenhaus eingeliefert. Daraufhin nimmt sich Dr. House zunächst meist widerwillig des Patienten an. Die Diagnosen und Behandlungen werden oftmals durch Lügen der Patienten erschwert, so dass hier das Gespür von House und seinen Mitarbeitern gefordert ist. In diesem Punkt unterscheidet sich die Serie von allen anderen Arztserien. Es erinnert mehr an CSI als an eine tatsächliche Arztserie – natürlich mit dem Unterschied, dass die Patienten von House noch leben.

Neben der reinen Story um den Patienten rücken vor allem die menschlichen Beziehungen von Dr. House in den Vordergrund. Aufgrund einer schweren Krankheit musste ihm ein Teil seines rechten Oberschenkelmuskels entfernt werden, weshalb er nun am Stock geht und mit Vikodin gegen die Schmerzen vorgeht. Seine sehr zynische Ader gegenüber seinen Mitmenschen und seine Abneigung gegenüber Kitteln zeichnet House ebenso aus wie sein Gespür für Diagnosen und Krankheiten. Menschlich gesehen ist House jedoch sehr eingeschränkt und folgt seinem Leitsatz „Menschlichkeit wird überbewertet“. Sein Team traktiert er Tag für Tag mit seinem ausgebildeten Zynismus. Seine Patienten behandelt er sehr herablassend, wenn er sie denn mal behandelt. Seinem Grundsatz „Alle Patienten lügen“ lässt er hier freien Lauf und würde am liebsten gar nicht mit ihnen sprechen. Dennoch sind ihm seine Patienten nicht egal, wie er durch Wort und Tat zu zeigen versucht.

Der Onkologe Dr. Wilson ist sein einziger Freund und bewahrt House vor dem Zurückziehen aus der Gesellschaft. Dennoch wird er häufig von House eingespannt oder auch hintergangen. Trotz dieser Umstände verliert Wilson nie seine Loyalität zu House.

Mit der Leiterin des Krankenhauses, Dr. Lisa Cuddy (Lisa Edelstein), liegt er im ständigen Clinch, da sie ihn an seine Pflichten erinnert und diese auch tatkräftig umsetzt und ihn zu einigen Extraschichten verdonnert.

Fachlich gesehen ist Dr. Gregory House Spezialist auf dem Gebieten der Infektionskrankheiten und Nephrologie und ein ausgezeichneter
Diagnostiker. Er liebt die Herausforderung der Medizin und übernimmt so die schwersten Fälle. Mit untrüglichem Instinkt und seiner unkonventionellen Denke, die bei seinen Kollegen oft auf Skepsis oder gar Unverständnis stößt, löst er die Geheimnisse der Medizin und rettet Leben. So bringen ihm, trotz seiner schroffen Art, seine Kollegen tiefsten Respekt entgegen.

Diese Mischung aus Medizin, Drama und schwarzem Humor macht die Serie aus – sowie die außerordentlichen Schauspielkünste Hugh Lauries. Wer das immer gleiche Schema von Arztserien leid ist, kann sich hier auf eine völlig neue Seite begeben.

Text © SeFoMania.de
Bild © Fox

Webseiten:
http://drhousefans.de/
http://www.drhouse.de/

‚Dr. House‘ auf SeFoMania.de

Dieser Bericht wurde verfasst von Sven Benkelberg im Rahmen unserer Aktion „Ihr schreibt – wir schenken“.