Urheberrecht im Web: Auch in Zukunft private Kopien?

Der Regierungsentwurf des neuen Urheberrechtsgesetzes bleibt heftig umstritten. Die Musikindustrie ist nach wie vor der Ansicht, es gebe keinen Anspruch auf private Kopien.

Offenbar sind die strittigen Punkte der geplanten Gesetzesnovelle nicht nur objektiv anfechtbar, sondern auch unterschiedlich zu interpretieren. Während Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin unlängst betonte, das Recht auf private Kopien von Texten und Musik bleibe unbenommen, hat Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, dem jetzt heftig widersprochen.

Gebhardt weist darauf hin, dass in der Novelle ausdrücklich festgehalten sei, dass es nach wie vor keinen Anspruch auf private Kopien gebe. Auch gebe es weiteren Nachbesserungsbedarf. So fehle insbesondere die Feststellung, dass aus illegalen Quellen keine legalen Kopien angefertigt werden dürften. Weiterhin müssten nach Gebhardts Auffassung explizite Unterlassungs- und Auskunftsansprüche bei Urheberrechtsverstößen aufgenommen werden, da ansonsten eine konsequente Verfolgung nicht gewährleistet sei.

Laut dem neuen Gesetzentwurf zum Urheberrecht im Internet wäre das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen ausdrücklich untersagt. Auch sollen kopiergeschützte Werke deutlich sichtbar als solche gekennzeichnet werden.

Quelle: Call Magazin

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