TV via Mobilfunk

Hallo zusammen…

Weltpremiere: Live-TV via Mobilfunk 17.10.2002

Abstract:

Am 16. Oktober um 13:00 Uhr waren zum ersten Mal über Mobilfunk gesendete bewegte Bilder live in TV-Qualität zu sehen. Ein Kamerateam in Berlin macht die Aufnahmen, die mittels einer neuen Kompressionstechnik an eine UMTS-Station auf dem Berliner Fernsehturm gesendet und live nach München auf die 16. Münchener Medientage übertragen werden. Möglich ist das durch die Kooperation von Siemens, T-Systems und dem Kölner Unternehmen i-wagen. Zu sehen sind die Bilder auf einem Bildschirm am Stand von Siemens in Halle G. Mit dem i-wagen zeigt sich, dass UMTS für mehrere Applikationen und Anwendungen verwandt werden kann. Damit mausert sich UMTS zu einem potenten Mitspieler im Markt der Netze: flexibler als Kabel, günstiger als Satellit, leistungsfähiger als Funk. Neben neuen Möglichkeiten für die Medien eröffnet der i-wagen auch neue wirtschaftliche Perspektiven für den UMTS-Bereich. Für die Live-Berichterstattung bedeutet er einen Quantensprung, denn mit dem i-wagen und UMTS wird der teure und oft nicht kurzfristig verfügbare Satelliten-Uplink überflüssig. Live-Formate sind nicht länger ein exklusives Spielfeld der großen Sendeanstalten. Auch Regional- und Lokalsender, Firmen, Messeveranstalter und Agenturen können mit dem i-wagen live auf Sendung gehen. Vom i-wagen aus lässt sich eine Sendung fürs Fernsehen als Live-Reportage oder geschnittener Bericht produzieren, das Format kann parallel als Streaming Video ins Internet eingespeist oder als spezielles Web-Format aufbereitet werden.

Der i-wagen ist eine neue Klasse von Übertragungsfahrzeugen, die sowohl klassischer Ü-Wagen, als auch Streaming-Mobil und Web-Authoringstation sind und neben herkömmlicher Satellitentechnik gleichermaßen IP-Verbindungen und UMTS-Mobilfunk als Sendewege nutzen können. Schon der erste Eindruck gibt einen Hinweis darauf, dass dies eine neuen Klasse von Ü-Wagen ist: Bis auf die Beschriftung deutet äusserlich nichts auf den besonderen Verwendungszweck dieses Fahrzeugs hin. Unauffällig und kompakt kann die M-Klasse überall dort eingestzt werden, wo es auf hohe Mobilität und geringen Planungsaufwand ankommt. Um bei seinen kompakten Abmessungen eine mit herkömmlichen Übertragungsfahrzeugen vergleichbare Funktionalität zu erreichen oder sie sogar noch zu übertreffen, setzt der i-wagen auf hochintegrierte Digitaltechnologie und ein neuartiges Bedienungskonzept. Die TV-Technik selbst genügt in jeder Hinsicht den Anforderungen der Sendeanstalten für den herkömmlichen Übertragungs-Betrieb. Damit setzt i-wagen auf professionelles Niveau in der gesamten Produktionskette. Hinter der Idee, ein solches Angebot mit der höchstentwickelten Technik in allen drei Bereichen zu entwickeln, stehen die i-wagen-Gesellschafter Martin Bögelsack, Helmut Reinelt und Marcus A. Harzem. In dem Trio fließt jahrzehntelange Erfahrung aus Telekommunikation, TV-Journalismus und IP-Technik zusammen. Neben Medienpartnern wie n-tv oder der Deutschen Welle zählen unter anderen Siemens und DaimlerChrysler zu den Bestandskunden. Kooperationen bestehen zur Zeit mit Philips, Rhode & Schwarz und T-Systems bei der Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Codec- und Übertragungstechnik.

(Quelle: Nautilus AG)

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