Terror-Gefahr am 11. September

Berlin – Zum Jahrestag der Terroranschläge auf die USA am 11. September haben die Sicherheitsbehörden in Deutschland vor einer erhöhten Gefahr terroristischer Anschläge gewarnt. Nach Informationen der “Welt am Sonntag” spricht das Bundesamt für Verfassungsschutz von “hoher Gefährdung” auch für die Bundesrepublik. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) machte am Wochenende allerdings klar, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über konkret geplante Attentate gibt.

Deutschland könnte Ziel sein

Der Minister warnte aber davor “anzunehmen, Bin Ladens Terrororganisation El Kaida sei zerschlagen”. Deutschland gehöre wie die Vereinigten Staaten zu den Ländern, die generell Ziel von Anschlägen sein können, sagte er der “Bild am Sonntag”.

Jüdische und amerikanische Objekte gefährdet

Potenzielle Ziele für Anschläge sind nach übereinstimmender Einschätzung amerikanische und jüdisch-israelische Objekte in der Bundesrepublik, berichtet die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf den Verfassungsschutz. Das Bundeskriminalamt habe die Polizeidienststellen zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber Aktivitäten von Stützpunkten der Terrororganisation El Kaida aufgerufen. Die Polizei in Berlin sieht sich nach dem Bericht der Zeitung zum 11. September nicht angemessen gerüstet. Ihr fehlten zum erforderlichen Objektschutz 1.500 Beamte.

Beckstein: Bedrohung wird unterschätzt

Nach Einschätzung des bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) ist Deutschland nicht ausreichend gegen mögliche Terroranschläge zum Jahrestag der Attentate von New York und Washington geschützt. Beckstein sagte der “Welt am Sonntag”, die durch die Anschläge vom 11. September entstandene neue Bedrohung werde deutlich unterschätzt. “Deutschland war terroristischer Ruhe- und Vorbereitungsraum, und ich halte für möglich, dass unser Land jederzeit zum Ausführungsraum für Terrorakte werden kann.”

Schily: Standard muss her

Schily kritisierte im Zusammenhang mit der Fahndung nach Terroristen, dass es wegen unterschiedlicher Rechtsauffassungen unter den EU-Staaten noch keine einheitliche Standards zur Erfassung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Irisstruktur und Gesichtsgeometrie gebe. Damit soll die Identität einer Person sicher festgestellt werden. Ein europaweites mit den USA abgestimmtes Verfahren zu schaffen, sei vordringlich. Er hoffe auf eine Einigung bis zum nächsten Jahr. (fw/dpa)

Quelle: AOL Nachrichten

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Aus diesem aktuellen Anlass blendet Das Handy Forum während des ganzen Septembers einen Hinweis auf der Startseite ein, in dem wir an die Opfer des 11. September 2001 erinnern und gedenken.

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