Sonys PDA-Parade für den Herbst

Der japanische Elektronikriese Sony hat auf einer Pressekonferenz erstmals die kommenden Palm-OS-PDAs der Clié-Serie gezeigt. Der Clié PEG-T675C hat wie der Clié T625C einen reflektiven Bildschirm mit 16 Bit Farbtiefe bei 320 × 320 Pixel Auflösung und auch das Betriebssystem Palm OS 4.1 ist das gleiche wie beim Vorgänger. Im Unterschied zum kleinen Bruder arbeitet in ihm aber eine mit 66 MHz doppelt so schnell getaktete Super-Dragonball-CPU, die auf 16 MByte RAM und 8 MByte ROM zugreift. Außer den üblichen PDA-Funktionen bietet der 140 Gramm leichte Handheld auch Gelegenheit, MP3- und ATRAC-Audiodateien abzuspielen. Ebenso integriert Sony die schon vom NR-70V bekannte Fernbedienungs-Funktion für Audio- und Video-Heimgeräte. Ein Memory-Stick-Slot nimmt Speichererweiterungen auf und der eingebaute Lithium-Polymer-Akku sorgt für die nötige Energie. Ab September soll der bunte Handheld für etwa 450 Euro hierzulande in den Läden stehen.

Mit dem Clié PEG-SL10, der nur 200 Euro kosten soll, hat Sony vor allem die PDA-Einsteiger im Visier. Trotz des günstigen Preises baut der Hersteller auch in diesen Handheld ein mit 320 × 320 Pixel hoch aufgelöstes 16-Graustufendisplay ein — herkömmliche Palm-OS-PDAs in dieser Preisklasse unterstützten bisher nur 160 × 160 Pixel. Ansonsten spart sich Sony die üblichen Features seiner Cliés wie MP3-Wiedergabe oder Fernbedinungsfunktion, spendiert aber immerhin einen Memory-Stick-Slot. Im Inneren des PEG-SL10 stecken ein 33 MHz schneller Dragonball-Prozessor, 8 MByte RAM und 4 MByte Flash-ROM. Als Betriebssystem kommt wie beim Modell 675C Palm OS 4.1 zum Einsatz. Zwei AAA-Batterien versorgen den 103 Gramm leichten Kleinrechner mit Strom. Der Low-Cost-Clié soll ebenfalls Anfang September in Deutschland zu kaufen sein.

Keine MP3- und Fernbedienungsfunktion hat der Clié PEG-SJ30, dafür aber einen reflektiven 16-Bit-Farbbildschirm mit 320 × 320 Pixeln. Der 350 Euro teure Palm-OS-PDA soll die neue Modellserie komplettieren und Nutzer ansprechen, die zwar einen Farb-Handheld wünschen, aber auf Multimedia verzichten. Für Adressen, Termine und kleine Grafikanwendungen reichen der 33-MHz-Dragonball-Prozessor und die 16 MByte RAM völlig aus. Im 4 MByte großen Flash-ROM befindet sich das System Palm OS 4.1, für den nötigen Strom sorgt ein Lithium-Ionen-Akku. Das 139 Gramm leichte Farbgerät soll zur gleichen Zeit wie die beiden anderen Modelle in Deutschland zu haben sein.

Über Palm-OS-5-Geräte schweigt sich der Hersteller bislang aus, obwohl man bereits zugibt, Entsprechendes in der Pipeline zu haben. Derweil war ein erster Blick auf Sonys kommendes Bluetooth-Modul im Memory-Stick-Format erlaubt. Es unterstützt Chat-Funktionen, File-Transfer sowie DFÜ und soll mit jedem Clié zusammenarbeiten. Zu Preisen und Verfügbarkeit wollte der japanische Hersteller allerdings noch keine Angaben machen. (dal/c’t) (jow/c’t)

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