Rüssmann gefeuert

Warum Rüssmann gehen musste

Sportlich läuft alles bestens, der VfB überwintert in der Bundesliga auf Rang 5. Die Stuttgarter Erfolge aber werden nun überschattet von einem Streit im Vorstand, der in der Entlassung des Managers gipfelte.

Beziehungsende: VfB-Boss Haas, Rüssmann.

An diesem Mittwoch traten sie noch einmal als Duo auf. Die Einladung zur Weihnachtsfeier des Stuttgarter Präsidiums mit den Vertretern der Medien am Abend im Clubraum des Gottlieb-Daimler-Stadions trug die Unterschriften von Präsident Manfred Haas und Manager Rolf Rüssmann. Es sollte eine der letzten gemeinsamen Aktionen der beiden bleiben: Die Trennung zwischen Rüssmann und dem VfB folgte am Donnerstagmorgen.

In den ersten Tagen dieser Woche kam es zum offenen Streit zwischen Mayer-Vorfelders Nachfolger Haas und dem am 1. Februar 2001 angetretenen und mit einem Vertrag bis 31.12.2003 ausgestatteten Manager. Zunächst verweigerten Haas und Finanzdirektor Ulrich Ruf ihre Unterschrift unter ein Papier, das Rüssmann mit Dirk Lips, Berater Zvonimir Soldos, ausgehandelt hatte; der neue Einjahresvertrag hätte dem 35-jährigen Kapitän ein überraschend hohes Gehalt beschert, angesichts der finanziellen Schieflage des Vereins.

Quelle: kicker.de

3 thoughts on “Rüssmann gefeuert”

  1. Ich weiß wirklich nicht was ich davon halten soll. Aber da ja MV den VfB nicht mehr regiert, kann ich davon ausgehen das die Entlassung auf Tatsachen basiert und nicht aus reiner Geltungssucht getätigt wurde! :rolleyes: ?(

  2. Original von DaRaven
    Ich weiß wirklich nicht was ich davon halten soll. Aber da ja MV den VfB nicht mehr regiert, kann ich davon ausgehen das die Entlassung auf Tatsachen basiert und nicht aus reiner Geltungssucht getätigt wurde! :rolleyes: ?(

    Na ich weiss nicht,irgendwas läuft doch da nicht richtig. ?(

  3. VfB-Führung rechtfertigt Rüssmann-Rauswurf

    Nur noch zwei Vorstandsmitglieder, kein Manager mehr, finanzielle Nöte und ein halbes Dutzend auslaufender Spielerverträge: Der VfB Stuttgart steht ungeachtet der erfolgreichen Hinrunde in der Bundesliga vor einer ungewissen Zukunft.

    “Rolf Rüssmann ist nicht mehr teamfähig gewesen”, begründete Präsident Manfred Haas am Freitag die Entlassung des Sportdirektors. “Wir waren zu dieser Entscheidung gezwungen, um Schaden vom VfB abzuwenden”, erklärte Aufsichtrats-Chef Dieter Hundt. Einen Nachfolger konnten die Fürhungsspitzen bei einer Pressekonferenz in Uhingen nicht präsentieren.

    Haas wirft Rüssmann Tatenlosigkeit vor

    Das Kontrollgremium habe diese Frage noch nicht erörtert. In der spartanischen Lehrwerkstatt von Hundts Unternehmen versuchten Haas und Hundt, den Rauswurf Rüssmanns zu rechtfertigen. Der VfB-Präsident räumte ein, dass diese Entscheidung “für Außenstehende unverständlich erscheint”.

    Der Sportdirektor sei regelmäßig mit Problemen in die Öffentlichkeit gegangen, habe diese aber nicht gelöst. “Viele Themen standen an, lagen auf einem Schreibtisch und kamen dort nicht

    Magath, Ruf, Scheider übernehmen Aufgaben

    Als Beispiele nannte der VfB-Chef die geforderte Liquiditätshilfe der Stadt Stuttgart (“Das habe ich dann als Feuerwehrmann gelöst”), den Marketing-Bereich (“Er wollte ihn übernehmen, seither herrschte Stillstand”), die Verhandlungen mit dem Hauptsponsor Debitel und über Gehalts- und Prämienverzicht sowie der “Rentenvertrag” mit Spielmacher Krassimir Balakov.

    Eine “ganzheitliche, finanzierbare Sportstrategie” von Rüssmann gebe es bis heute nicht. Der geschasste 52-Jährige hatte behauptet, ein Konzept vorgelegt zu haben. Rüssmanns Aufgaben übernehmen vorläufig dessen Assistent Jochen Schneider, Trainer Felix Magath und Finanz-Vorstand Ulrich Ruf.

    Der Trainer zeigte sich wenig begeistert von der Lösung: “Glücklich bin ich nicht. Das ist eine unangenehme und undankbare Aufgabe.”

    Große Deckungslücke für 2003

    Nachdem in Rüssmann ein hauptamtliches Vorstandsmitglied ging, besteht das Präsidium nur noch aus Haas und Ruf, da zuvor schon Marketing-Fachmann Peter Godenrath seinen Hut hatte nehmen müssen. Die Verantwortlichen stehen nun unter Zeitdruck.

    Bis zum 15. März müssen sie bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Lizenzierungsunterlagen einreichen. “Allerspätestens Mitte, Ende Januar muss alles stehen”, weiß Haas. Nach seinen Angaben hat der VfB in dieser und der nächsten Saison eine Deckungslücke von 20,6 Millionen Euro, die jedoch weitgehend refinanziert seien.

    Kaum Transfererlöse zu erwarten

    Auf Grund der Kirch-Krise fehlen dem Club in der laufenden Runde 5,3 Millionen Euro, in der kommenden 7,3. Dazu kommt der insgesamt 8 Millionen teure Einkauf des portugiesischen Abwehrspielers Fernando Meira. Zudem plagen die Schwaben Verbindlichkeiten von 16,6 Millionen Euro.

    Im Gegensatz dazu ist für die kommende Saison nicht ein einziger Euro aus Transfereinnahmen eingeplant. Die Verträge von Kapitän Zvonimir Soldo, Silvio Meißner, Viorel Ganea, Bradley Carnell, Jochen Seitz (zu Schalke 04) und Sean Dundee laufen im Sommer aus.

    Für diese Profis gibt es keine Ablösesummen. “Da haben wir eine etwas unglückliche Situation”, räumte Haas ein. Die anderen Spieler sollen – ebenso wie Soldo – weitgehend gehalten werden. “Ich habe keinen Einblick in die vertragliche Situation und muss mich in meinem Urlaub erst einmal einlesen”, meinte der zusätzlich belastete Felix Magath.

    Das kann man bei Sport1.de darüber lesen! :(

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *