Roter Drache

Der Donnerstag – wohl mein Kinotag, was? Gestern habe ich mir “Roter Drache” angesehen.

Wohl bekomm’s! Menschenfresser Hannibal Lecter ist wieder da. Und ohne sein Insiderwissen sähe das FBI auf Mörderjagd alt aus.

So schnell hat Hollywood noch keinen Film neu aufgelegt. 1986 wurde Thomas Harris’ Roman “Roter Drache”, in dem Serienkiller Hannibal Lecter seinen ersten Auftritt hat, von Michael Mann als “Blutmond” verfilmt. Nun also das Remake von Regisseur Brett Ratner (“Family Man”, “Rush Hour”).

Der verbittet sich allerdings das Wort Remake: “Der erste Film hatte nichts mit dem Buch zu tun. Wir hingegen halten uns an die Vorlage.” Was nicht zwangsläufig für Qualität bürgt, aber Anthony Hopkins erlaubt, nach “Das Schweigen der Lämmer” und “Hannibal” die Anfänge seiner Paraderolle zu ergründen (in “Blutmond” spielte Brian Cox den promovierten Kannibalen).

Dabei ist Lecter hier, wie im Roman, nur eine Nebenfigur. “Roter Drache” gehört dem FBI-Ermittler Will Graham (Edward Norton) und Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes). So heißt das bei Vollmond mordende Monster in Menschengestalt, das Graham jagt – unter gelegentlicher Fachberatung des inhaftierten Lecter.

Obwohl Ratner als Regisseur seichter Komödien denkbar ungeeignet schien, um gnadenlosen Psychohorror zu inszenieren, überzeugt der Film: “Roter Drache” zerrt an den Nerven, gerade weil er vieles suggeriert und nicht, wie “Hannibal”, zum opernhaften Blutrausch verkommt.

Dass bei einer US-Testvorführung die Zuschauer an einigen Stellen lachten, konnte Ralph Fiennes nicht nachvollziehen. “Äußerst seltsam”, befand der Brite. Weiß er nicht, dass Lachen oft die einzige Reaktion ist auf Schrecknisse, die uns überfordern?

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie “Das Schweigen der Lämmer” und “Blutmond” mochten.

Quelle: Cinema

Main Fazit: Beim Kino-Preview des nordeutschen Radiosenders N-JOY wurde gesagt: “Vergesst Das Schweigen der Lämmer! Vergesst Hannibal! Jetzt kommt Roter Drache.” (o.ä.) Dies trägt sogar Wahheit. Fast zumindest. Denn “Roter Drache” ist, wie bereits erwähnt, kein Film, der von Anfang bis Ende nur blutigen Inhalt zeigt, wie etwa “Hannibal”. Nein, die Regisseure haben komplett auf Horror- & Psycho-Thriller gesetzt. Meiner Meinung nach endlich mal wieder ein gelungener Film dieses Genres. Ich Besuch ist, würde ich sagen, ein Muss!!! Das Einzige, was mir nicht so gut gefiel ist der Schluss des Films. Der ist, auf die gesamte Story des Films bezogen, etwas unpassend und schlicht gestaltet. Näher werde ich darauf aber nicht eingehen, sonst verderb ich euch die Laune. Also, Hannibal Lecter wartet auf euch!!! 😉 8)

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