Neuer Job nach Elternzeit

Hallo!

Ich brauche mal euren Rat! Ich stecke in einer Zwickmühle.

Das Thema passt eigentlich nicht hier rein, aber ich weiß nicht wo ich es sonst posten soll, da ich es auch nicht jeder Gast lesen soll.

Ich habe vor der Geburt von Sophie in einem Kinderheim gearbeitet. Mein Arbeitsvertrag lief kurz vor Beginn des Mutterschutzes aus und wurde wegen der Schwangerschaft auch nicht verlängert. Meine Chefin betonte aber mehrfach, dass ich mich gerne wieder bewerben kann, wenn ich nach der Elternzeit wieder dort arbeiten möchte. Sie würde sehr gerne weiter mit mir zusammen arbeiten.

Ich hatte dort einen sehr schlechten Start und hab ziemlich lange gebraucht mich da rein zu wurschteln und bis meine Chefin mit meiner Arbeit zufrieden war. Ich hatte mich noch gar nicht lange richtig eingelebt, da war ich auch schon schwanger.

Es liefen so einige Sachen verkehrt dort. So wurde aus meinem unbefristeten Arbeitsvertrag ein befristeter gemacht. Das war allerdings auch bei anderen Kollegen so. Als ich dann auf Grund der SS die Nachtschichten nicht mehr machen konnte hätte es meine Chefin am liebsten gesehen, dass ich mir ein Beschäftigungsverbort ausstellen lasse, da sie ja neben mir noch eine zweite Kraft einstellen musste, die meine Nachtschichten übernimmt. Aber ich hab gekämpft und konnte nachher doch bleiben. Auch mit meinen Kollegen in der Gruppe hatte ich anfangs dolle Probleme. Nachher waren sie so traurig, dass ich gehen musste, weil ich dort inzwischen voll den Überblick hatte.

Ich habe meiner Chefin zwar immer gesagt, dass ich gerne wieder kommen würde. Im Hinterkopf hatte ich aber eigentlich immer, dass ich mir was anderes suchen, aber man muss sich ja alle Optionen offenhalten.

Nicht nur die ganzen Dinge, die da so verkehrt gelaufen sind auch die Nacht- und Wochenendschichten haben mich bis jetzt eigentlich daran gehindert, dort wieder anzufangen.

Ich habe nach wie vor Kontakt dahin. Meine Chefin buhlt auch noch um mich. So werde ich zu allen Veranstaltungen eingeladen (z.B, Weihnachtsfeier) und hab auch ein Frauentagsgeschenk bekommen, obwohl ich offiziell ja gar nicht dazugehöre. Das ist für mich immer wieder ein Zeichen, dass sie mich wirklich noch haben wollen.

Neulich war ich mal wieder da, da hat mich meine Chefin gleich abgepasst und mich gefragt wie es aussieht. Ich habe ihr ganz ehrlich gesagt, dass ich es wegen den Schichtdiensten noch nicht weiß. Ich wollte eigentlich nicht mehr in Schichten gehen, wenn ich ein Kind habe. Allerdings sehe ich hier in der Umgebung auch nicht viel andere Möglichkeiten. Ich will ja auch nicht ewig weit fahren. Das Heim ist zehn Minuten Autofahrt von mir entfernt, besser geht es ja fast nicht. Klar kann ich mit meiner Ausbildung viele andere Sachen machen, aber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir einfach am meisten Spaß. Ich könnte mir nicht vorstellen, die meiste Zeit des Tages im Büro zu sitzen, zumal man in solche Ämter wie Jugendamt oder so erstmal reinkommen muss. In der Kinder- und Jugendarbeit ist halt oft Schichtarbeit notwendig, von daher habe ich mich damit schon fast abgefunden.

Dort im Heim wären die Arbeitszeiten so: in der 1. Woche geht man Montag, Freitag, Sonntag jeweils von 14 Uhr bis zum nächsten Morgen 8 Uhr, bzw. am Wochenende von 9 Uhr bis 9 Uhr (wir können in der Nacht schlafen). In der zweiten Woche dann Mittwoch und Samstag, in der dritten Woche Dienstag und Donnerstag und in der 4. Woche hat man Montag bis Freitag Zwischendienst von 12.30 bis 20 Uhr. Hier stören mich vor allem die Wochenenden, weil man da echt den ganzen Tag weg ist und ich möchte gerne Zeit mit Sophie verbringen.

Wenn ich es mir aber genau überlege sind die Arbeitszeiten ansich so schlecht ja gar nicht, da ich ja immer nur 2 oder 3 Tage die Woche gehen würde.

Ich bin da echt im Zwiespalt. Einerseits stört mich das alles, was die da am Anfang mit mir abgezogen haben, andererseits hab ich mich am Schluss da so wohl gefühlt.

Es gibt Tage da denke ich, ich fange dort wieder an. Am nächsten Tag denke ich dann schon wieder, Nee, um Himmelswillen nicht.

Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Ich bin eigentlich der Meinung, wenn es doch wieder Schichtdienst wird, dann könnte ich auch dort wieder hingehen, denn da weiß ich wie es läuft und kenne alles. Wir wollen ja mit dem nächsten Kind auch nicht so lange warten und wenn ich mich dann in einer anderen Firma erst eingearbeitet habe und kurz danach schwanger werde, wäre das auch doof.

Meine Chefin hat mir auch die Option offen gelassen nur 30 Stunden zu gehen, das würde mir auch vollkommen reichen, oder die Möglichkeit in der 5-Tage-Wochengruppe oder Tagesgruppe zu arbeiten, dann hätte ich am WE frei, es sei denn ich müsste mal in einer anderen Gruppe einspringen.

Ich weiß, dass mein Mann voll und ganz hinter mir stehen würde, wenn ich im Schichtdienst arbeiten würde. Das ist ja schonmal viel Wert. :))

Ist ganz schön lang geworden. ich hoffe es liest überhaupt noch einer.

Ich weiß letztendlich ist es meine eigene Entscheidung, aber vielleicht könnt ihr mir sagen, was ihr machen würdet. Ich muss mich ja auch bald entscheiden, denn wenn ich mich gegen das Heim entscheide muss ich ja bald anfangen mit Bewerbungen schreiben.

20 thoughts on “Neuer Job nach Elternzeit”

  1. Das ist wirklich keine leichte Entscheidung.
    Fang doch einfach mal an eine Pro und Contra Liste zu schreiben, mit den Vor- und Nachteilen, die der Job mit sich bringt.
    Ich denke, das wichtigste an dem Job ist ja auch, ob Dein Mann so hinter Dir stehen kann, dass Euer Kind versorgt ist, wenn Du arbeiten bist.
    Geht Dein Mann normal tagsüber arbeiten, ist das sicher nicht leicht, wenn Du zb. von 14 Uhr bis zum nächsten Morgen weg bist.
    Meine Schwägerin hatte vor ihrer SS auch Schichtdienst. Mit den Zwillingen hat sie umgestellt und geht jetzt nur noch ca 8 Nächte im Monat arbeiten. Der Vorteil ist, es bringt mehr Geld, als tagsüber zu arbeiten, und sie muß immer erst los, wenn mein Bruder von seiner Arbeit zuhause ist. In den Schichtdienst will sie erst wieder gehen, wenn die Zwillinge (heute 8 Jahre) alt genug sind, dass die auch mal nen nachmittag alleine zuhause klar kommen. Schätze, das wird erst sein, wenn die beiden die Grundschule hinter sich haben und gelernt haben, auch ohne Aufsicht Hausaufgaben zu machen…

  2. Das mit der Liste ist keine schlechte Idee, das werde ich mal machen. Meine Chefin wolte sich sowieso im Mai mal mit mir zusammen setzen, wenn ich zurückkommen möchte und mit mir Einzelheiten besprechen. Sie meinte ich solle mir bis dahin eine Liste machen was ich möchte.

    Mein Mann geht tagsüber arbeiten, aber ich glaube trotzdem nicht, dass das ein Problem ist. Das ganze geht sowieso nur, wenn ich den Krippenplatz bekomme, ansonsten muss ich sowieso zu Hause bleiben. Wir hatten leider noch nicht die Zeit uns mal intensiv darüber zu unterhalten. ich weiß nicht, ob er sich darüber im Klaren ist, dass er Sophie dann eventuell auch mal schon 6.30 Uhr in die Kita bringen muss und dann nicht erst 6.10 Uhr aufstehen kann wie jetzt. Ich denke mal, dass uns auch meine Schwiegermutter untertützen wird. Sie würde die Kleine bestimmt auch in die Kita bringen, wenn sie Spätschicht hat, aber das ist halt nur alle zwei Wochen der Fall.

    Ach Gott, ist das alles kompliziert! :nix:

  3. Genauso gings meiner Schwägerin auch. Ihre Eltern hatten zwar auch Hilfe angeboten, dass dann und dann und unter den Umstand hier und da aushelfen könnten, aber am Ende war das alles so kompliziert zu planen, dass meine Schwägerin gesagt hat, dass sie lieber auf Schichtarbeit verzichtet. Sie hat die Nächte anfangs immer am Wochenende genommen, so dass mein Bruder sich auch ganz gut um die Zwillinge kümmern konnte, wenn sie dann tagsüber geschlafen hat und die Schwiegereltern hatten am Wochenende auch immer Zeit, um ihn zu unterstützen.

  4. Dort ist nachts Nachtbereitschaft. Das heißt wir bekommen von 20 bis 22 Uhr Nachtzuschlag und dann erst wieder ab 5 Uhr. Die Zeit dazwischen zählt als Bereitschaft und wird nur zu einem Viertel bezahlt. Davon könnten wir dann leider nicht Leben, wenn ich nur ein paar Nächte im Monat arbeiten gehe, da ich auch mehr verdient habe als mein Mann.

  5. Hast du denn eine Alternative? Soll heißen, meinst du, du bekommst schnell was Anderes?
    Wenn nicht, würde ich es erst mal machen. Wenn es dann nicht klappt, kannst du dir immer noch was suchen.

    Chefs, die die Gesetze nicht immer so Ernst nehmen, gibt es leider mehr als genug

  6. Chefs, die die Gesetze nicht immer so Ernst nehmen, gibt es leider mehr als genug

    Das ist leider wahr! Im Moment sehe ich nicht, dass ich hier in der Umgebung was anderes finde, oder ich muss ewig weit fahren und so wäre es fast vor der Haustür.

    Meine Hebamme gab mir gestern bei der Babygymnastik den Tipp, dass sie jetzt eine Schwangere hat, die bald in Elternzeit geht und bei einem anderen Träger arbeiten in einem Mutter-Kind-Wohnen für Geistig Behinderte. aber der Arbeitgeber ist auch nicht so toll, ich hatte da schon mal ein Vorstellungsgespräch, eine andere Mutti aus dem Kurs bestätigte mir das auch. Außerdem wäre es auch wieder Schichtarbeit.

  7. Ich denke die ganze abwägerei vorweg…ist alles sehr theoretisch.

    Ich würde es einfach ausprobieren.
    Kündigen kann man immer noch und woanders Bewerben auch.

    Dort weißt du was du hast und der Rest muß sich zeigen.

    Wie kommt dein Kinder mit der Schichtarbeit klar, wie dein Mann?
    Steht die Familie wirklich hinter Dir oder gibt es oft gemurre.
    Was ist wenn Kind krank ist, wer bleibt zu Hause.

  8. Ja, dort weiß ich was ich habe, deshalb tendiere ich im Moment auch eher dahin, aber das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen.

    Meine Familie stört das eigentlich nicht, hat sich noch nie jemand beschwert und wenn mal Familienfeiern sind – das lässt scih alels regeln, dass man da frei hat.

    Über solche Sachen wie wer bleibt zu Hause, wenn mein Kind krank ist muss halt mal in Ruhe gesprochen werden, aber Männe sit im Moment voll im Bauwahn, der hat nichts anderes mehr im Kopf.

  9. Wie ich wieder arbeiten anfangen wollte, waren alle hinter mir. Meine Mutter wollte einspringen und auch die Schwiegermutter, wenn Not an Mann ist.
    Mein Männe meinte auch das das alles kein Problem ist.

    Meine Mutter hat kurz bevor die Elternzeit um war die Diagnose Hirntumor gestellt bekommen. Aber ich hatte ja noch die Schwiegermutter im Petto…

    Ich hab nur Frühdienst gemacht, weil ich ab 16 Uhr keine Kinderbetreunung mehr hatte. Mein Mann hat dann die Kinder morgens fertig gemacht.
    Ert hat aber so Probleme mit dem Früh aufstehen, das das mehr als 4x Hintereinander kaum möglich war…und dann war er nur am jammern.
    Ich war teilweise alleine in einer Schicht, das heißt, wenn ein Kind krank war, konnte ich nicht einfach so daheim bleiben.
    Mein Mann ist selbständig, er konnte zwar einwenig seine Zeiten dehnen, aber auch er konnte nicht daheimbleiben.

    Bei Schwiegermutter kranke Kinder auf dem Sofa parken ging auch nur sehr bedingt, weil sie immer irgendwelche wehwehchen hat und sie teilweise nicht aus dem Bett kommt.

    Wie ich dann auch noch auf eine andere Station kam und die wollten das ich deren Feriennotsituation puffern sollte, ist mir der Kragen geplatzt.

    Ich sollte vorwiegend Wochenden, Feiertage und Ferien arbeiten. Meine Tochter kam in dem Jahr zur Schule und ich hätte dann auch noch 2x Hortkosten…

    Da hab ich dann auch eine Pro und Contraliste gemacht. Die ist sehr einseitig ausgefallen.

    Auf der einen Seite stand ich liebe meinen Beruf und den Umgang mit Patienten.

    Auf der anderen Seite standen 540€ Hortkosten + Essensgeld, einen nörgelnden unausgeglichenen Mann, eine Schwiegermutter die nicht einspringt, eine Station, wo ich mich nicht wohlgefühlt habe und wo ich nur blöde Dienste bekommen habe….

    Jetzt bleib ich mit dem Hintern zu Hause und helfe ab und an meinen Mann im Betrieb.
    Mittlerweile ist er soviel Unterwegs, das es spätestens dieses Jahr sowieso nicht mehr hingehauen hätte.

    Aber so hab ich die Erfahrung gemacht, das man nach 5 Jahren wieder problemlos einsteigen kann (trotz Computer und QM das es vorher nicht gab) und weiß das ich es wieder schaffen könnte.

  10. So, wollte euch mal den aktuellen Stand der Dinge mitteilen.

    Also, ich hab mit meinem Mann gesprochen. Er sagt, es ist kein Problem, wenn ich am Wochenende arbeiten müsste und ihm ist auch bewusst, dass er sich morgens um Sophie kümmern muss, wenn ich auf Arbeit bin.

    Heute war ich bei meiner Chefin. Am 01.11.08 fang ich wieder an. Ich komme sogar wieder in meine alte Grupee und somit auch zu den alten Kollegen. Ich freu mich total, dass ich wieder dahin komme, weil ich mich mit den Kollegen super verstehe.

    Ich hab zwar noch nichts schriftliches, aber sie hat mir mündlich zugesagt, dass ich wieder anfangen kann.

    Ich freu mich so! Eine Sorge weniger! :))

  11. Ja!

    Wochenendarbeit konnte ich leider nicht umgehen, aber besser als gar nichts, und das kriegen wir auch irgendwie hin.

    Ich habe mich jetzt doch für 40 Stunden entschieden, weil es sonst mit dem Geld zu knapp wird.

  12. freut mich total für dich 😀

    ich hab am mittwoch nen vorstellungsgespräch als verkäuferin/kassiererin bei schlecker ! ich hoffe es klappt bei mir auch 😀 drückt mir die daumen 😀

  13. ‘Zyria’,index.php?page=Thread&postID=93318#post93318 wrote:
    ich hab am mittwoch nen vorstellungsgespräch als verkäuferin/kassiererin bei schlecker ! ich hoffe es klappt bei mir auch 😀 drückt mir die daumen 😀

    Viel Glück heute. :thumbsup:

  14. Von mir natürlich auch viel Glück für heute!!!!
    Erzähl dann mal, wie es war.

    Für wieviel Stunden haste Dich denn beworben?

    @Manu, ich finde es auch klasse, dass Du 40 Stunden machst. Es wird sich bestimmt dann nach der Zeit zeigen, ob es so hinhaut. Wenn nicht, gibt es immer die Möglichkeit sich auf was anderes zu bewerben.

  15. @Manu, ich finde es auch klasse, dass Du 40 Stunden machst. Es wird sich bestimmt dann nach der Zeit zeigen, ob es so hinhaut. Wenn nicht, gibt es immer die Möglichkeit sich auf was anderes zu bewerben.

    Ja, so seh ich das auch.
    Da ich ja dann am Wochenende viele Studnen zusammen bekomme, habe ich in der Woche viel frei. Muss nur 2 – 3 mal die Woche arbeiten. Da kann ich die anderen Tage dann mit Sophie nutzen.
    Und wenn es gar nicht geht muss ich mir halt was anderes suchen.

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