MOBILCOM vor dem aus !

MobilCom wird Insolvenz beantragen

Mobilcom hat angekündigt, noch heute Insolvenz anzumelden, nachdem die France Telecom am Donnerstag erklärt hatte, das Unternehmen nicht mehr mit Liquidität zu versorgen.

Regierung will sich für Mobilcom einsetzen

Die Bundesregierung wird sich nach Angaben einer Sprecherin für den Erhalt des Telekom-Unternehmens Mobilcom einsetzen. Die Bundesregierung bedauert sehr die Entscheidung der France Telekom aus ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Mobilcom auszusteigen.

Aktienkurs bricht ein

Der Chef von France Télécom, Michel Bon, hatte gestern Abend angekündigt, dass sich das französische Unternehmen finanziell aus dem deutschen Unternehmen zurückziehe. France Télécom ist mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligt und dessen einziger Kreditgeber. Intern werde dies nun untersucht, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Büdelsdorf bei Rendsburg. “Es sieht schlecht aus.” Im Laufe des Tages will sich das hochverschuldete Neue-Markt-Unternehmen zur weiteren Entwicklung äußern. Die Aktie des Unternehmens fiel am Freitagmorgen um 52,78 Prozent auf 0,85 Euro.

Die aktuelle Analyse der Mobilcom-Aktie finden Sie im rechten Bereich

Gespräche mit der Landesregierung

MobilCom-Chef Thorsten Grenz und der schleswig- holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) sind heute in Büdelsdorf zusammengetroffen, um über die weitere Zukunft des Unternehmens zu beraten. “Alle Fakten sollten nun geprüft werden”, sagte Rohwer. Finanzhilfen des Landes schließe er nicht aus. “Aber hier gelten die Spielregeln, die auch für andere Unternehmen gelten”, sagte Rohwer. Die Banken seien nun gefordert. Das Land habe die Pleite nicht verschuldet, von daher könne das Land nun auch nicht die Hauptlast tragen. Nach der Entscheidung von France Télécom, MobilCom nicht weiter finanziell zu unterstützen, müsse ein “konstruktiver Fortsetzungsprozess” erarbeitet

Bundesregierung in Kontakt mit Paris

Das Bundeskanzleramt ist nach den Worten der schleswig- holsteinischen Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) wegen der drohenden MobilCom-Pleite in Kontakt mit dem französischen Präsidialamt. Sie wisse aber nicht, ob Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich involviert sei, sagte Simonis am Freitagmorgen im Deutschlandfunk. Das Land ist nach den Worten von Simonis bereit, bei der Rettung der Arbeitsplätze bei MobilCom zu helfen. Konkrete Zusagen machte sie aber nicht.

Mobilcom vor dem Aus

Damit haben sich die Hoffnungen des einstigen Stars am Neuen Markt der Frankfurter Börse nicht erfüllt. Grenz hatte bis zuletzt um weitere finanzielle Unterstützung der France Télécom geworben und dies als die “risikofreiere Lösung” für den französischen Großaktionär bezeichnet. “Ich rechne immer noch leicht optimistisch damit, dass es mit der MobilCom weitergeht”, hatte er gestern in Büdelsdorf gesagt. Mit einem Blanko-Scheck der Franzosen hatte er allerdings auch nicht gerechnet. Weiteres Geld sei aber nötig, damit MobilCom das angeschobene UMTS-Projekt fortsetzen könne. Aus eigener Kraft könne MobilCom das UMTS-Vorhaben nicht bewältigen. Das ebenfalls angeschlagene Servicegeschäft der MobilCom könne hingegen aus eigener Kraft wieder angeschoben werden.

quelle t-online

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