GPRS – HSCSD – Infos

GPRS (General Packet Radio Service)

GPRS dient nicht der Sprachübermittlung, sondern der schnellen Datenübertragung. Also die Einwahl übers Handy ins Internet, die Übertragung von SMS- EMS-Daten, von Wap-Daten, Emails, usw.

Bei GPRS werden die Daten paketweise übertragen. Das hat den Vorteil, dass die vorhandenen Kapazitäten der Mobilfunknetze optimal genutzt werden. Mit GPRS wird eine Leitung nämlich nur dann belegt, wenn auch wirklich Daten fließen. Tritt eine Sendepause ein, kann der Kanal von anderen Teilnehmern genutzt werden. Die Abrechnung erfolgt somit auch nicht mehr pro Minute, sondern nach übertragener Datenmenge.

Die höchstmöglich erreichbare Datenübertragungsrate für GPRS liegt theoretisch bei bis zu 171 KBit pro Sekunde.

Wegen der notwendigen Sicherheitsverschlüsselungen reduziert sich dieser Wert jedoch auf 70 bis 105 KBit pro Sekunde. Zudem teilen sich alle GPRS-Nutzer in einer Funkzelle diese Bandbreite. Bei hohem Aufkommen von Datenverkehr kommt es somit zu wesentlich geringeren Übertragungsraten.

Ein realistischer Wert liegt ca. bei 40 KBit pro Sekunde. Damit entspricht GPRS in etwa der Übertragungsrate von analogen 56K-Modems.

GPRS hat die „Always On“-Funktion. Das bedeutet, dass sich der GPRS-Kunde nur einmal einwählt und so lange online bleibt, bis die Verbindung getrennt wird. Da die Abrechnung nicht nach Zeiteinheiten erfolgt, sondern nach übertragener Datenmenge, hat die dauernde online-Verbindung keine kostenrelevante Bedeutung und zudem den Vorteil, dass bei ankommenden Nachrichten (Emails usw.) eine sofortige Benachrichtigung erfolgt.

Um GPRS zu nutzen, bedarf es eines GPRS-fähigen Handys, ebenso muß ein entsprechender Tarif beim Netzbetreiber gebucht werden.

HSCSD (High Speed Circuit Switched Data)

HSCSD dient ebenfalls der schnellen Datenübertragung. Im Gegensatz zu GPRS werden hier die Daten nicht paketweise übertragen, sondern in einem Stück. Durch die Bündelung mehrerer Mobilfunk-Kanäle wird die Steigerung der Datenübertragungsrate erreicht. Die Abrechnung erfolgt per Zeiteinheit.

Es können höchstens vier GSM-Kanäle per HSCSD gleichzeitig genutzt werden. Damit wird eine Datenübertragungsrate von bis zu 56 KBit pro Sekunde erreicht. Diese Bandbreite steht dann nur dem jeweiligen Nutzer zur Verfügung; sie wird nicht, wie bei GPRS, mit anderen Nutzern derselben Funkzelle geteilt.

Insofern ist für die konstante schnelle Datenübertragung HSCSD von Vorteil, da hier nicht, wie bei GPRS zu Spitzenzeiten, wenn viele Nutzer „online“ sind, die Übertragungsgeschwindigkeit sinkt.

Nachteil ist hier, dass für jede Verbindung eine Einwahl stattfinden muß und die online-Zeit dann pro Minute berechnet wird.

Zur Nutzung von HSCSD ist ein HSCSD-fähiges Handy notwendig. Zudem muß beim Netzbetreiber unter Umständen ein entsprechender HSCSD-Tarif gebucht werden.

T-Mobile bietet keinen HSCSD-Tarif an.

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