EU will UMTS-Kooperation zwischen T-Mobile und o2 genehmigen

Die EU-Kommission will offensichtlich die Zusammenarbeit zwischen T-Mobile, der Mobilfunktochter der Telekom, und O2 (ehemals Viag Interkom) beim Aufbau des Mobilfunks der 3. Generation genehmigen. Alleine T-Mobile wolle seine UMTS-Kosten in der Allianz um 3 Milliarden Euro senken, schreibt die Financial Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom heutigen Montag. Auch eine UMTS-Kooperation in Großbritannien steht wahrscheinlich vor der Genehmigung.

Im Amtsblatt der EU heißt es, bereits am 1. Februar hätten die beiden Firmen die EU-Kommission von einer Rahmenvereinbarung unterrichtet, nach der eine gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und nationales Roaming bei 3G-Mobilfunknetzen vorgesehen sei. Die beiden Firmen hätten um entsprechende Genehmigung gebeten. Dabei gehe es nicht um eine gemeinsame Nutzung der Core-Netze, sondern vor allem der Standorte, Zugangsknoten, Sendemasten, Antennen und Site Support Cabinets (SSCs, Basisstationen mit Verstärker und Stromversorgung) im UMTS-Netz.

Die Kommission erklärte, dass sie beabsichtige, diesen Rahmenvertrag positiv zu beurteilen. Zuvor aber wolle sie mögliche Kommentare weiterer interessierter Parteien abwarten, die noch bis zum 9. September eingereicht werden können. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hatte nach einigen Auseinandersetzungen um mögliche Fusionen von UMTS-Betreibern klargestellt, dass zumindest die Kooperation bei Teilen der technischen Infrastruktur grundsätzlich erlaubt sei. (jk/c’t)

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