Ericsson ganz rot

Hallo zusammen,

der schwedische Handykonzern und weltweit größte Hersteller von Mobilfunknetzwerken Ericsson hat das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres erneut tief in den roten Zahlen beendet. Der Vorsteuerverlust wurde im Vergleich zum Vorjahr zwar fast halbiert, betrug aber noch immer 3,9 Mrd. Kronen (427 Mio. Euro), teilte das Unternehmen heute, Freitag, mit. Analysten hatten einen Verlust von 3,6 Mrd. Kronen (395 Mio. Euro) erwartet. Dieses Ergebnis markiert nun bereits den achten Quartalsverlust in Folge. Auch beim Umsatz und Auftragseingang musste der Telekomausrüster Einbußen hinnehmen. Das Vorhaben, im Laufe des kommenden Jahres wieder Gewinne zu schreiben, wurde bekräftigt.

Der Nettoverlust im dritten Quartal betrug schlussendlich 5,6 Mrd. Kronen (615 Mio. Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg bedeutet (Q3/01: minus 4,3 Mrd. Kronen/472 Mio. Euro). Der Auftragseingang sank gar um 46 Prozent auf 20,5 Mrd. Kronen (2,25 Mrd. Euro), allerdings war dieser bereits um die Stornierungen der deutschen Quam und MobilCom bereinigt. Mit 33,5 Mrd. Kronen (3,68 Mrd. Euro) setzte Ericsson 29 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor, als der Umsatz bei 47 Mrd. Kronen (5,16 Mrd. Euro) lag. “Mobilfunk ist langfristig gesehen ein Wachstumsmarkt. Jeden Tag wächst die Zahl der Handynutzer um eine halbe Million weltweit und die Teilnehmer nutzen ihr Mobiltelefon immer mehr. Dementsprechend wird es in Zukunft zu verstärktem Netzausbau kommen”, zeigt sich President und CEO Kurt Hellström für die Zukunft optimistisch.

Der Umsatz im Netztechnikgeschäft ist im Jahresvergleich um 29 Prozent gesunken, während die Umsätze mit Professional Services um knapp zehn Prozent gestiegen sind. Professional Services macht den größten Anteil des Service-Geschäfts von Ericsson aus und trage mittlerweile 14 Prozent des Netztechnikumsatzes. Das Handy-Joint Venture Sony Ericsson Mobile Communications konnte den Umsatz zwar steigern, mit fünf Mio. verkauften Mobiltelefonen wurde allerdings kein Gewinn erzielt. Der Ericsson-Anteil am Verlust vor Steuern betrug im dritten Quartal 500 Mio. Kronen (54,87 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2002 rechnen die Schweden mit 390 Mio. ausgelieferten neuen Handys und gehen damit mit US-Konkurent Motorola d‘accord. Nokia rechnet hingegen mit 400 Mio. Einheiten.

Der Netztechnikmarkt werde 2002 um etwa 20 Prozent sinken. Für 2003 schätzt Ericsson, dass der Markt nicht so stark schrumpfen wird wie in diesem Jahr und sich allmählich, auf niedrigerem Niveau, stabilisieren wird. Ein leichter Umsatzanstieg mit UMTS-Netztechnik sollte im Gesamtmarkt die niedrigeren Umsätze mit den reifen Techniken wie TDMA und PDC kompensieren. Die Gesamtumsätze des Jahres 2002 werden allerdings mehr als der Markt (minus 20%) sinken.

Gruß

Maxx 8) (hier )

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