“Das bin ich meinem Vaterland schuldig”

Dieter Bohlen will in die Politik

Original von RP-Online

Obwohl Dieter Bohlen den Wutausbruch des Kanzlers (“Wer glaubt, dass er es besser kann, der soll es machen.”) noch gar nicht kennen konnte, hat er die Antwort schon vorweggenommen: Er kann’s. Bohlen will in die Politik. Dann kann ja alles nur besser werden.

Nicht jammern, sondern einmischen ist die Devise des singenden Schriftstellers. Der “Bild”-Zeitung diktierte er: “Das bin ich meinem Vaterland schuldig. In schwierigen Zeiten hat man eine Verantwortung für das Land, in dem man geboren wurde.” Derzeit überlege er, wo er sich engagieren könne, denn: “Als erfolgreicher Unternehmer weiß ich, wo es langgeht.”

Das nötige Maß an Glaubwürdigkeit meint Bohlen auch zu besitzen, denn immerhin wohne er immer noch in Deutschland und zahle hier seine Steuern. Dazu sagte er dem Männermagazin “GQ”: “Ich zahle lieber brav meine Steuern, das ist mein Solidarbeitrag an die deutsche Gesellschaft. Was nützt mir das viele Geld, wenn ich wie Phil Collins in der Schweiz an irgend so einem Teich sitze und einen Hörsturz bekomme.”

Durch Studium und Elternhaus glaubt Bohlen die nötige wirtschaftspolitische Kompetenz erlangt zu haben. Sein Vater war Bauunternehmer in Oldenburg (“Bilanzen und Gewinne habe ich quasi mit der Muttermilch aufgesogen.”) und sein BWL-Studium in Göttingen (Schwerpunkt Steuer- und Revisionswesen) habe er schließlich mit Prädikatsexamen absolviert.

Bohlen weiter in “GQ”: “Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird mir angst und bange.” Das wird so manch einem bestimmt auch bei dem Gedanken an den Politiker Dieter Bohlen.

Quelle: rp-online, ap, dpa, sid

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich mit meinem folgenden Kommentar unbeliebt mache […] oder aber auch Freunde und Zustimmung finde … : In meinen Augen ist diese Äußerung, diese Idee, dieses Vorhaben, inkl. der Person, die dahinter steht, Arroganz, Bezugslosigkeit, Größenwahn, Unkompetenz und Unseriösität in einem. Ich persönlich würde Dieter Bohlen doch als Politiker überhaupt nicht ernst nehmen. Er ist schon als Musiker/Sänger eine (sorry) akustische Folterung für meine Ohren. Als Author/Schriftsteller hat er, meiner Meinung nach, gleich gänzlich versagt (ich habe zwar sein Buch nicht gelesen und habe es auch nicht vor, aber die vielen Auszüge und Zitate, die ich bereits hörte, reichten mir). Und die Krönung der Grausamkeit wäre seine geplante Tätigkeit in der Politik.

Fazit: Zukünftiger Bundeskanzler Bohlen? Nein, danke! 😉 8)

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