Babbel und der DFB-Trainerschein

Stuttgart – Der DFB bleibt im Fall Markus Babbel hart und weigert sich weiter, dem Teamchef des Bundesligisten VfB Stuttgart das Erwerben der Trainerlizenz zu erleichtern.

“Wir haben immer gesagt, dass es für Lothar Matthäus die letzte Sondergenehmigung gegeben hat. Man muss auch mal einen Schlussstrich ziehen. Das haben wir getan”, sagte Frank Wormuth, Leiter der DFB-Trainerausbildung, dem “Tagesspiegel am Sonntag”
sport1.de

Schöner Leserbrief von sport1.de:

Das gibt es nur im Fussball

In jedem Unternehmen der freien Wirtschaft interessiert es “keine Sau”, ob der Chef eine Ausbildung hat oder nicht. Nur der Erfolg zählt. Es gibt genügend ausgebildete Flachpfeifen, die keine Ahnung von dem haben, was sie tun und genügend “Laien” die erfolgreich sind. Ausgerechnet der Fussball masst sich an die Personalpolitik der Vereine zu bestimmen.

von Hans am 31.01. 2009

Viel anders sehe ich das auch nicht.
Gibt Sammer seinen “geschenkten” Trainerschein jetzt eigentlich
zurück?

Natürlich nicht, wozu auch.
Hat ja jetzt einen wichtigen Posten beim DFB.
Sollen sich mal lieber um den Nachwuchsbereich kümmern.
Da gibt es genug Arbeit.

Was man ohne Trainerschein schaffen kann sieht man ja bei Beckenbauer oder Cruyf.

6 thoughts on “Babbel und der DFB-Trainerschein”

  1. Das Problem an der Geschichte ist doch das es eben diese Ausnahmeregelungen für schon so viele ehemalige Spieler gab, das war der Fehler. Klar kommt da jeder angerannt und will einen geschenkt bekommen, aber mit welchem recht? Es gibt einige Trainer die aktuell die Doppelbelastung auf sich nehmen müssen, und Hock von Wehen ist daran schon gescheitert, wieso sollte dann ein ehemaliger Nationalspieler den Schein geschenkt bekommen? Man sollte sich aber in der Tat mal Gedanken darüber machen ob es sinnvoll ist einen Trainer/Teamchef von seinem Team loszueisen nur damit er so einen Schein macht und vor allem ob es notwenig ist dass das 9 Monate lang geht, letztes Jahr genügten noch 6 Monate. (Immerhin setzt man hier Arbeitsplätze aufs Spiel) Ein Klinsmann/Matthäus brauchte nur ein paar Wochen, gerade letzterem hätte wohl eine Verlängerung gut getan 😉

    Und letztendlich, sollte Babbel einen “Trainerschein light” bekommen, ist das ganze dann Wettbewerbsverzerrung.

    Der Fehler lag einfach darin solche Ausnahmeregelgungen eingeführt zu haben. Eine Überarbeitung des Lehrgangs wäre wünschenswert. Z.B. eine Abstellung der angehenden Trainer nur in der Sommer- und Winterpause

  2. Sehe ich auch so, Paulifan.

    Und was ist mit nem Fernlehrgang?

    Heutzutage kannste mit nem Fernstudium Jurist oder Arzt werden.

    Das müsste doch wohl für so nen popeligen Trainerschein auch drin liegen.

  3. Man sollte sich aber in der Tat mal Gedanken darüber machen ob es sinnvoll ist einen Trainer/Teamchef von seinem Team loszueisen nur damit er so einen Schein macht und vor allem ob es notwenig ist dass das 9 Monate lang geht, letztes Jahr genügten noch 6 Monate.

    Sehe ich auch so.

    Nur finde ich das der DFB sich zuviel auf seinen Trainerschein einbildet.

    Bei welchen ausländischen Top-Vereinen findet sich denn ein Deutscher?

    Von Schuster der bei Madrid war mal abgesehen?

    Und warum ist eigentlich noch nie einer bei diesem Trainerschein

    durchgefallen?

    Alle bestehen meistens mit gut bis sehr gut.

    Babbel würde man seine Zeit in Stuttgart sogar als Praktikumszeit anrechnen.

    Für den Trainerschein braucht man:

    48 Wochen Ausbildung

    28 Wochen Präsenzausbildung

    14 Wochen Praktikum

    6 Wochen Selbststudium

    Quelle: http://www.dfb.de/index.php?id=500920

    Und das wird einem vermittelt:

    1. Strukturanalyse des Hochleistungsfußballs

    2. Technik-Taktik-Training im Hochleistungsfußball

    3. Konditionstraining im Hochleistungsfußball

    4. Trainingsplanung und -analyse

    5. Juniorenfußball

    6. Coachen beim Spiel

    7. Sportmedizin

    8. Sportpädagogik und -psychologie

    9. Sportrecht und Vereinsmanagement

    Und da glaube ich das einige Profis die Punkte 2,3,4,5,6 locker erfüllen könnten.

    Außerdem sollten die Vereine die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden wen sie für tauglich halten,

    schließlich tragen sie die Verantwortung,und das sportliche Risiko.

    Klar lernt man nie aus,und diese Lehrgänge schaden auch nicht,

    aber 9 Monate sind eindeutig zu viel für Ex-Profis die schon einige Vereine

    und Trainingsmethoden im Profibereich erlebt haben.

    Und dann frage ich mich,warum ich auch einen ausländischen Trainer verpflichten könnte,

    der nicht mal einen Lehrgang in Deutschland besucht hat?

    Ausländische Trainerscheine reichen dem DFB ja anscheinend auch aus.

  4. Die Punkte 7,8,9 verwundern mich auch ein wenig. Für diese Sachen haben die meisten Vereine doch sowieso extra geschultes Personal vor allem Sportmedizin

  5. Ich finde wer Trainer machen will, der soll den Schein machen, egal wer das ist und was er für den Fußball getan hat! Sobald er ein Amt annimmt soll er nebenzu den Schein machen! Jeder junge Handwerker bekommt auch eine Auflagen, das er den Betrieb seiner Eltern weiterführt, warum soll bei denen eine Ausnahme gemacht werden???????

  6. Auch richtig,aber Beckenbauer zum Beispiel hat auch keinen Schein.

    Und was hat er alles für den Deutschen Fußball getan.

    Wenn er jetzt Teamchef wäre,würde es diese ganze Diskussion nicht geben.

    Da würde der Sammer sich nie mit anlegen.

    Babbel hat eben keine große Lobby beim DFB.

    Finde das nur irgendwie schade.

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