Akkukunde

Bis zu 1000 Mal lässt sich die verbrauchte Energie in Akkus wieder erneuern. Das gilt jedoch nur für wiederaufladbare Batterien, die optimal gepflegt werden. Dazu muss der Anwender allerdings zuerst einmal wissen, welcher Energielieferant in seinem Handy verwendet wird. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Typen, Nickel-Cadmium (NiCd), Nickel-Metall-Hydrid (NiMH), Lithium-Ionen (Li-Ion) und Lithium-Polymer (LiPo).

NiCd-Akkus sind nur in älteren Handys zu finden. Ihre Handhabung ist aufwendig, denn sie müssen vor dem ersten Gebrauch vollständig entladen werden. Diesen Vorgang sollte der Anwender von Zeit zu Zeit wiederholen. Ihr Gebrauch ist durch den “Memory-Effekt” nicht ganz einfach: Sind NiCd-Akkus nicht vollständig entladen, können sich bei der Aufladung Cadmiumkristalle auf der negativen Elektrode bilden, eine zweite Entladestufe entsteht. Diese speichert der Akku in seinem Gedächtnis (Memory). Beim nächsten Laden erinnert er sich nur noch an diese reduzierte Kapazität. Ist diese erschöpft, erfolgt der Spannungsabfall abrupt, so dass sich das Handy abschaltet.

NiMH-Akkus sind noch weit verbreitet, in aktuellen Handys aber kaum noch zu finden. Sie speichern bei gleichem Volumen doppelt soviel Energie wie NiCd-Akkus. Dafür muss der Anwender längere Ladezeiten in Kauf nehmen. Außerdem können NiMH-Akkus nicht ganz so häufig wieder aufgeladen werden. Achtung ist bei häufigem Nachladen geboten, denn dann kann es zum “Lazy Battery Effekt” kommen. Analog zum “Memory Effekt” sinkt dabei die Kapazität, der Akku wird aber nicht geschädigt.

Li-Ion-Akkus weisen höhere Energiewerte als ihre Vorgänger auf und sind vor dem “Memory Effekt” geschützt. Doch das sind nicht die einzigen Vorteile. Sie haben im Vergleich zu NiMH oder NiCd ein geringeres Gewicht, so dass ihre Verwendung kleinere und leichtere Handys ermöglicht. Während der Li-Ion-Akku vom S25 lediglich 26 Gramm wiegt, sind es beim NiMH-Akku des Nokia 5110 sage und schreibe 67 Gramm.

Die neueste Entwicklung sind LiPo-Akkus. Sie sind genauso leistungsfähig wie Li-Ion, jedoch wesentlich flacher und noch leichter. Auch bei ihnen tritt der berüchtigte “Memory Effekt” nicht auf. Die entscheidende Neuerung ist jedoch das Material, denn hier wird ein Elektrolyt in Gelform verwendet. Dadurch können Akkus in beliebiger Größe und Form hergestellt werden.

Mit dem ersten Ladevorgang steht und fällt die Leistungsfähigkeit des Akkus. Hier gilt eine einfache Regel: Der Akku muss unbedingt voll aufgeladen werden. Auch wenn die erste Hürde genommen ist, heißt es noch nicht ausruhen. Jetzt steht bei NiCd beziehungsweise NiMH das Training des Akkus an, damit er immer volle Power hat. Dazu genügt es, mehrmals hintereinander den Energiespeicher aufzuladen und vollständig zu entladen. So wird die Kondition des Akkus wieder besser.

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