Aachen – Dresden 2:0

Alemannia Aachen hat mit einem 2:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden durch Treffer von Marius Ebbers und Erik Meijer am Freitagabend vorübergehend die Tabellenführung übernommen. Die Gäste waren der erwartet schwere Gegner und ließen einige Chance zur Führung ungenutzt.

Die Alemannia, unverändert im Vergleich zum 0:0 in Fürth, begann mit Schwung. Zweimal zog Marius Ebbers mit rechts ab, verfehlte das Tor aber jeweils knapp (2./8.). Auf der anderen Seite kam Pergl nach Freistoß von Wagefeld zum Kopfball, verzog aber. In Minute 24 bewies Wagefeld, warum er als guter Schütze gefürchtet ist. Aus 25 Metern zog er ab, Kristian Nicht reagierte prächtig und fing den abgeklatschten Ball vor den Dresdener Stürmern auf.

Auf der anderen Seite war Sascha Rösler nach Fehler von Votava plötzlich ganz frei, traf das Leder aber nicht richtig (38.). Zwei Minuten später köpfte Rösler nach Noll-Flanke über das Tor. Kurz vor der Pause bewahrte Kristian Nicht mit einer überragenden Reaktion die Alemannia vor dem Rückstand. Kennedy hatte geköpft. „Man hat gesehen, dass uns in der ersten Hälfte ein wenig die Frische gefehlt hat. Dazu kamen einige Fehler im Spielaufbau“, analysierte Coach Dieter Hecking nach der Partie.

Halbzeit 2 begann mit einem Paukenschlag. Kennedy lief allein auf Nicht zu, umkurvte den Aachener Keeper und schob das Leder in Richtung leeres Tor. Doch Moses Sichone rettete spektakulär auf der Linie. „Das war der Knackpunkt des Spiels, danach war die Mannschaft da“, fand Hecking. In der Tat ging jetzt was nach vorne. Nach Zusammenspiel von Rösler, Schlaudraff und Marius Ebbers tauchte schließlich wieder Schlaudraff in zentraler Position auf, setzte den Ball aber um Millimeter neben den Pfosten (54.). In der 58. Minute war Rösler mit dem Kopf zur Stelle – daneben.

Hecking brachte Mirko Casper für Emil Noll und Erik Meijer für Cristian Fiel. Meijer machte sich sogleich auf, die Aachener Führung einzuleiten. Auf ungewohnter rechter Position erlief er den Ball und passte klug zurück auf Reiner Plaßhenrich. Am langen Pfosten traf der genau den Kopf von Marius Ebbers. Keine Mühe für „Ebbe“, drittes Tor im vierten Spiel. Diskussionen, ob die Flanke gewollt war, wurden vom Tisch gefegt. „Der Heini hat mich genau gesehen“, erklärte Ebbers. „Er ist ein Flankengott“, konterte Hecking.

Die Dresdener, die während des gesamten Spiels taktisch diszipliniert blieben, antworteten mit einigen hohen Bällen, die Kristian Nicht aber nicht mehr vor allzu große Probleme stellten. In der 83. Minute musste Moses Sichone verletzt vom Feld – Knöchelverletzung. Thomas Stehle ersetzte ihn in der Bewachung des kopfballstarken Kennedy.

Die letzte Szene gehörte aber der Alemannia. Horvat ließ eine Flanke durch die Finger gleiten, Rösler setzte beherzt nach. Für Erik Meijer blieb nur, den Ball über die Linie zu nicken. „Mein hässlichstes Tor“, scherzte der Kapitän, der für ungeheure Belebung sorgte. „Gut zu wissen, einen Mann mit solchem Feuer auf der Bank zu haben“, lobte auch Hecking, dessen Prophezeiung von einem harten Stück Arbeit am Freitag in Erfüllung ging. „Man hat gesehen, dass Dresden nicht so schlecht ist wie ihr Tabellenplatz“, fand auch Marius Ebbers anerkennende Worte.

Aufstellung:

Alemannia: Nicht – Klitzpera, Noll (58. Casper), Sichone (83. Stehle) – Fiel (58. Meijer), Plaßhenrich, Reghecampf, Schlaudraff – Ebbers, Pinto, Rösler

Dresden: Horvat – Cagara, Pergl, Votava – Fröhlich (65. Vorbeck), Kukielka, Langen (82. Neubert), Ulich, Wagefeld – Bröker, Kennedy

Gelbe Karten: Moses Sichone (55.), Erik Meijer (63.) – Kresic, Dexter Langen (33.), Christian Fröhlich (51.), Maik Wagefeld (74.)

Tore: 1:0 Marius Ebbers (62.), 2:0 Erik Meijer (90.)

Ecken 4:2
Abseits 6:5
Chancen 8:3

Schiedsrichter: Christian Fischer (Assistenten: Thorsten Joerend, Rene Kunsleben)
Zuschauer: 20.143 (davon ca. 1.000 aus Dresden)
Wetter: bedeckt, 2 Grad
Bes.Vorkomnisse: keine

www.alemannia-aachen.de

Die ersten zwei Aufstiegsplätze werden dann wohl wir und Bochum unter uns ausmachen 😀 . Dynamo bleibt wohl nur die Heimstärke, um den Klassenerhalt zu sichern.

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